David Holzmann

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Auf Twitter wurde ich darum gebeten, die Schulschließungen und das damit verbundene Distance Learning einzuordnen. Nun bin ich weder Bildungs- noch Gesundheitsexperte und kann meine Meinung nur aus subjektiven Erfahrungen und aus den Dingen bilden, die ich so in Medien lese. Dennoch werde ich es versuchen.

In den letzten Wochen und Monaten war ganz klar ersichtlich, dass dieses Thema ein schwieriges und stark diskutiertes ist. Während die einen schon lange für Schulschließungen appellieren, sind die anderen weiterhin strikt dagegen.

Ich persönlich habe kein Problem mit Schulschließungen. Doch mir ist durchaus bewusst, dass ich durch mein technisches Equipment, Know-How und meine allgemeine Umgebung sehr privilegiert bin und sich Distance Learning für einen großen Teil der Bevölkerung deutlich schwieriger gestaltet.

Weiters ist ganz klar, dass nicht nur einige Schüler:innen vereinzelt Schwierigkeiten mit Online-Unterricht haben, sondern auch ein Teil der Lehrer:innen ganz klar mit der Situation überfordert sind.

Nun stellt sich also die entscheidende Frage: Was ist wichtiger? Bildung oder Gesundheit?

Und da muss ich ganz klar sagen, dass ich froh bin, nicht darüber entscheiden zu müssen. Müsste ich es aber, wäre meine Entscheidung vermutlich ähnlich ausgefallen, wahrscheinlich sogar schon früher. Wie schon anfangs betont, bin ich keineswegs ein Experte in einem der entsprechenden Bereiche, bin aber dennoch der Meinung, dass wir das baldige Ende dieser Pandemie als oberste Priorität setzen müssen. Schulen auf Distance Learning umzustellen kann ein Schritt sein, keinesfalls aber der letzte. Jetzt muss sich darum gekümmert werden, dass bei dieser Maßnahme keine einzige Schüler:in zurückgelassen wird.

But one more thing: Schularbeiten.

Diese finden bis Dezember nicht mehr statt, was innerhalb meines Umfelds für einen großen Aufschrei gesorgt hat. Es scheint, als würden die Verantwortlichen komplett darauf vergessen, dass neben Schularbeiten auch noch Tests, Mitarbeitsfeststellungen, Hausaufgaben und Arbeitsaufträge dazukommen. Das ganze Paket dann auf weniger als zwei Monate zu verteilen, kann eigentlich gar nicht gut gehen. Hier muss eine andere Regelung her, denn wenn man sich neben einer Pandemie auch noch um das alles sorgen muss, kann sich das gar nicht positiv auf die Psyche auswirken und Überforderung von Schüler:innen und Lehrer:innen ist unausweichlich.

Fazit

Die Corona-Situation ist kritischer als je zuvor, die Intensiv-Plätze werden immer knapper und die Politik ist scheinbar überfordert. Unser Leben kann nicht fortgeführt werden wie zuvor, auch wenn wir alle uns nichts mehr wünschen als das. Doch handeln wir nicht, kostet das viel zu vielen Menschen (schon ein:e Tote:r ist eine:r zu viel) das Leben. Natürlich ergibt sich für Schüler:innen, Eltern und Lehrer:innen eine schwierige Situation, doch auch diese werden wir meistern müssen, wenn das Virus irgendwann besiegt werden soll.

David Holzmann
Hobby-Journalist

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